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Schlaf und Immunsystem

Ohne Schlaf kein funktionsfähiges Immunsystem. Schlaf stärkt das Immunsystem.

Die körperlichen Abwehrkräfte stehen im engen Zusammenhang mit der Dauer und Qualität des Schlafes. Jeder hat schon einmal erfahren, in welcher Weise das Schlafbedürfnis selbst bei einer einfachen Erkrankung wie einer Erkältung steigt. Beteiligt daran sind Botenstoffe, die bei Infektionen verstärkt freigesetzt werden. Dies sind unter anderem der sogenannte Tumornekrosefaktor und einige Interleukine.

Aktuelle Studien belegen, dass im Schlaf die Zahl der natürlichen Abwehrzellen steigt, was für die erfolgreiche Bekämpfung von Bakterien und Viren von großer Bedeutung ist. Alltägliche Redewendungen wie „Schlaf dich gesund” bringen zum Ausdruck, wie wichtig ein „Erholsamer Schlaf” für das Immunsystem ist. Zu diesem Schluss kommen auch Forscher der Universität Lübeck. Sie impften eine Gruppe von Studenten gegen Hepatitis A (eine Virusinfektion, die zur Leberentzündung führt). In der folgenden Nacht durfte die ein Hälfte der Gruppe ganz normal schlafen, die andere Hälfte musste noch bis zum nächsten Abend wach bleiben. Einige Wochen später wurde kontrollieret, wie gut sich bei den einzelnen Probanden Antikörper gebildet hatten. Im Blut der Nichtschläfer fanden sich nur halb so viele Antikörper gegen den Hepatitis-Erreger wie bei den Schläfern.

Bei der Erforschung des Zusammenhangs von Schlaf und Immunsystem steht die Wissenschaft noch am Anfang. Fest steht allerdings, dass hormonelle Vorgänge im Schlaf hohen Einfluss auf immunologische Funktionen haben und die Bildung von Antikörpern verbessern.